Ein Weekend in Berchtesgaden

Ein Weekend in Berchtesgaden

Ein Weekend in Berchtesgaden 2400 1067 SEBASTIANS VIEW
Kempinski_Berchtesgaden by Sebastian Schmidt

[Anzeige] Kölle Alaaf – für mich nicht! Es ist bereits das dritte Mal in Folge und somit eine willkommene Tradition, dass ich pünktlich mit Beginn der jecken Tage in Köln Reißaus nehme und in die Berge fahre. Die letzte Dröhnung Winter quasi, bevor es dann endlich Frühling wird. Dieses Jahr bin ich gemeinsam mit meiner Schwester nach Berchtesgaden gereist. Hier habe ich bereits im jüngsten Kindesalter mit meinen Eltern Urlaub gemacht. Vor 2 Jahren war ich nach vielen Jahren wieder im Sommer dort und so positiv angetan von der Schönheit und der Natur des Berchtesgadener Nationalparks (ja, nicht umsonst trägt das Berchtesgadener Land diesen Titel), dass ich wiederkommen musste. Den Königssee werden viele von euch kennen. Er zählt zu den bekanntesten Seen in der Gegend und ist besonders für sein klares Wasser und seine malerische Kulisse umgeben von den Alpen bekannt. Eine Bootsfahrt ist also unerlässlich. Zwar war das Wetter nass, kalt und grau, aber der Atmosphäre hat dies keinen Abbruch getan. In Gegenteil: Wir waren uns einig, dass die besondere und magische Atmosphäre, die wir während der Fahrt über den See wahrgenommen haben, bei strahlendem Sonnenschein (sicherlich auch schön), aber definitiv eine andere gewesen wäre. Vorbei an den teils noch vereisten und weiß eingeschneiten Bergen der bayerischen Alpen ging es mit dem Schiff Richtung  St. Bartholomä, der Wallfahrtskapelle am Westufer des Königssees. Bei gutem Wetter lohnt es sich hier sicherlich auszusteigen. Dass Touristenattraktionen häufig zu unrecht verschrien sind, haben wir der Schiffs-Rückfahrt gemerkt. Der Kapitän hat den Motor ruhen lassen, sich an die Reling gestellt und eine Melodie in ein Berghorn geblasen, welche kurze Zeit später als Echo über den gesamten Königssee erschallte. Ein toller Klang, der diese besonders magische Stimmung von der ich vorhin sprach, nochmals untermalt hat.

400 Meter oberhalb des Königssees befindet sich der Malerwinkel und die  Rabenwand – dank einiger ortskundiger Follower ein echter Geheimtipp mit bester Sicht auf den See. Wer gut zu Fuß ist, gerne durch Wald, über Stein und unter Baumstämmen unterwegs ist, der sollte den ca. 45 Minütigen Rundgang auf sich nehmen. Wir hatten letzte Woche noch den teils meterhohen Schnee als zusätzliches Hindernis vor uns, was mitunter für nasse Füße aber auch den ein oder anderen Lacher sorgte, wenn es auf einmal abschüssig einen Meter in die Schneedecke ging. Die Rundwanderung zum Malerwinkel und zur Rabenwand beginnt am großen Königssee-Parkplatz und ist ausgeschildert. An der Rabenwand wird man mit einer malerischen Sicht auf die Berge und den Königssee belohnt.

Die Gegend rund um Berchtesgarden ist vielseitig. Die meisten Besucher kommen im Winter natürlich aufgrund des Wintersports in die Gegend. Da weder meine Schwester noch ich die begabtesten Ski-Fahrer sind hat es uns lediglich einen Tag auf die Piste gezogen. Knapp eine Stunde Autofahrt von Berchtesgaden entfernt liegt das Skigebiet Steinplatte in Österreich. Eine wunderschöne Abfahrt, quer durch die verschneite Winderlandschaft. Das Wetter war – wie ihr unschwer erkennen könnt – auch an diesem Tag, Ton in Ton GRAU. Dennoch, dank Kaiserschmarrn, guter Laune und den besten Schneeverhältnissen, die man sich im März wünschen kann, war auch der Tag im Skigebiet ein gelungener Urlaubstag.

Bei meinem letzten Besuch in Berchtesgaden vor 1,5 Jahren im Sommer 2017, habe ich im gleichnamigen Kempinski Hotel Berchtesgaden gewohnt. Das Hotel liegt oberhalb der Ortschaft mit Blick auf die Berge der Alpen. Im Sommer hatte man – wie ihr hier nachlesen könnt – eine wunderbare Sicht in die grüne Landschaft Berchtesgadens. Damals habe ich mir auf meine imaginäre Bucket List einen Besuch im Winter geschrieben, denn die Vorstellung von einer weißen Winterlandschaft in dessen Zentrum dieses wunderschöne Hotel steht, war für mich der Inbegriff vom „Urlaub im Winter Wonderland“. Dank unseres Besuches 1,5 Jahre später, ist es zum Glück nicht bei einer bloßen Vorstellung geblieben. Wer mir folgt, der weiß, dass ich schon häufiger in den Kempinski Hotels zu Gast war. Kempinski steht für mich für Tradition meets Moderne, Luxus und 100 %ige Kundenorientierung. Besonders nachhaltig ist uns das köstliche Essen im Johann Grill Restaurant in Erinnerung geblieben. Angefangen von der Frühstücksauswahl im Restaurant bis zum In-Room-Frühstück in unserem Zimmer: Das Frühstück im Kempinski Berchtesgaden lässt keine Wünsche offen. Schon am frühen Mittag haben wir uns auf das Drei-Gänge-Menü gefreut, so dass wir tagsüber meist nur eine Kleinigkeit gegessen haben um uns abends den Köstlichkeiten vollends hingeben zu können. Wenn wir nicht gerade mit Essen beschäftigt waren, haben wir die Zeit im schönen Spa genossen. Mein Highlight: Schwimmen im Outdoor Pool mit Blick auf die verschneiten Berge der Alpen.

Der Winter ist nun – Anfang April – offiziell vorbei. Wer aber Lust bekommen hat, dem Kempinski Berchtesgaden einen Besuch abzustatten, der sollte nicht bis zum nächsten Winter warten. Auch im Frühling und Sommer ist es dort wunderschön, wie ihr in diesem älteren Artikel nachlesen könnt.